Tendenz Gewerkschaft! Wer beginnt?

26. Juli, 2016 | 10:45

Robert Harting

Athleten in einer Gewerkschaft wären toll. Für mich stellt sich zumindest in Deutschland die Frage, wer das machen könnte, die Zeit hierfür hat und ob die Verbände das überhaupt zulassen. Wer gibt schon gerne Macht ab. Im Grunde wird der Athlet in Deutschland zwar gefördert, aber nur hin und her geschupst. Es gibt meiner Meinung nach ein multidimensionales Machtgefälle aus mehreren Richtungen auf den Athleten herab und kein Arbeitsprinzip auf Augenhöhe. Zum Beispiel kann jeder internationale Verband, jede staatliche Fördereinrichtung, jeder Bundestrainer, jeder regionale Förderer u.v.m. dem Athleten Verhaltensregeln diktieren und anweisen.

Das Schlimme kommt aber erst noch. Sie können es alle unabhängig zu einander und voneinander. Jeder Förderblock steht sich selbst am nächsten und schuppst nach eigenem Bedarf. Es ist schlichtweg nicht realistisch, dass sich Athleten über alle diese Anweisungsdimensionen hinwegsetzen oder gar Wort erheben. Die Sport-Demokratie ist als eine ineinander verzahnte Verwaltungs- und Anordnungsdiktatur exekutiv abgesichert. Der Athlet ist das Prekariat!

Robert Harting
Athlet

Sharen mit:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.